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Flammkuchenzeit!

Ein Holzbackofen gehört zu unseren neuesten Gartenschätzen, genauer gesagt ein Ramster “Le Rond”.

Man sieht ihn auf dem obersten Foto im Hintergrund, später soll er eingemauert werden. Natürlich musste vorher aber ein Testbacken stattfinden, standesgemäß mit Flammkuchen!

Der Ofen wird von unten befeuert und auf 300 Grad hochgeheizt. Die Flammkuchen werden dann direkt auf dem heißen Schamottestein gebacken – das dauert nur 3 Minuten!

Den Teig haben wir nach folgendem Rezept zubereitet:

400 Gramm Dinkelmehl

4 EL Olivenöl

250 ml Wasser

etwas Salz

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, der nicht mehr kleben darf.

Belegt wurden die Flammkuchen mit einer Creme aus Saurer Sahne und Schlagsahne (200 ml / 3 EL), mit Zwiebeln frisch aus dem Hochbeet und Speck.

Lecker!

Blooming Blog

Gewächshaus Woche 23

Beckmann Gewächshaus

Beckmann Gewächshaus

Beckmann Gewächshaus

Eindeutig mein Lieblingsplatz im Garten – unser Beckmann-Gewächshaus!

Die Andenbeere / Physalis blüht zauberhaft und entwickelt sich prächtig, viel besser als die Pflanze, die an unserer Hauswand im Freien steht. Bestellt hatte ich die Pflanzen in der Gärtnerei Schongau – übrigens auch für alle Chili- und Tomatenfreunde ein guter Tipp! Die Pflanzen waren schon bei der Lieferung richtig kräftig und sind jetzt geradezu explodiert!

Auf dem mittleren Bild sieht man die Schäden, die mein erklärter Feind, die Schnecke, anrichtet. Unsere Chilipflanzen werden gnadenlos hingerichtet. Da hilft es auch wenig, die Schnecken morgens und abends einzusammeln. Zitronenmelisse und Pfefferminze sollen ja eigentlich schneckensicher sein. Das gilt aber wohl nicht für unsere Gartenmitbewohner :-( Auch die beiden Zucchinipflanzen auf dem Komposthaufen wurden komplett zusammengefressen.

Da wir ja möglichst kein / wenig Gift im Garten einsetzen wollen, werde ich jetzt einen Versuch mit Kaffeesatz starten. Dieser soll sich wohl auch zur Schneckenbekämpfung eignen. Für weitere Tipps sind wir dankbar!

Bisher war es immer recht heiß im Gewächshaus. Trotz Öffnung aller Fenster und der Doppeltüre hatten wir deutlich über 30 Grad. Nun haben wir auf der Rückseite ein zusätzliches “Pferdefenster”, das das Problem beheben sollte.

Ernte-Woche 23

Ernte 23/10

Etwas mager noch, das Ernteergebnis.

Die Eiszapfen sind Ergebnis einer “Ausdünnaktion” – die Pötschke-Samen hatten wir in Reihe im Hochbeet gesät und die Samen haben sich als äußerst keimstark erwiesen. Dadurch wuchsen die Mini-Rettiche viel zu eng. Klar, dass sie sich da nicht richtig entwickeln können.

Ostereier färben mit Naturmaterialien

Die bekannteste Methode ist wohl das Färben mit Zwiebelschalen – die Eier werden zartgelb bis orange-braun, je nach Menge der Schalen.

Blätter von Birke, Apfelbaum sowie Schachtelhalm, Goldrute und Sauerampfer, aber auch die Blüten von Kamille, Ringelblume und Schafgarbe färben die Eier gelb.

Grüne Eier färbt man am besten mit Spinat, Petersilie, Efeu oder Brennesselblättern. Lindgrüne Eier erhält man mit einem grünen Mateteeauszug.

Leuchtend orange werden die Eier mit Möhren oder Kurkuma – violett mit Heidelbeeren, Rotkohl, Roter Bete, schwarzen Johannisbeeren oder Holunderbeeren.

Für das Färben nimmt man etwa 100 Gramm frische oder 30 Gramm getrocknete Pflanzen je Liter Wasser. Diese werden 20 Minuten lang gekocht, dadurch entsteht der Färbesud. In diesem Sud kocht man die Eier dann ca. 10 Minuten. Wer die Eier gerne glänzend hat, ölt sie am Schluss mit etwas Pflanzenöl oder einer Speckschwarte.

Weitere Tomatensorten gesät…

Sparta F1 (Pötschke): Stabtomate, gilt als eine der besten Geschmackssorten. Resistent gegen Samtfleckenkrankheit, Tomatenmosaikvirus u.a. – dadurch besonders anbausicher. Früchte bis zu 120g schwer und gut haltbar. Für Freiland und Gewächshaus. Ausgeizen!

Vitella F1 (Pötschke): Stabtomate. Runde, mittelgroße Früchte. Hohe Widerstandskraft gegen Kraut- und Braunfäule, gegen Virosen und Nematodenbefall. Stoppt das Längenwachstum von selbst nach 6-8 Trieben. Ausgeizen!

Country Taste F1 (Pötschke): Riesenfleischtomate / Stabtomate. Kräftiges Aroma, schnittfest. Zum Grillen oder als Salattomate. Resistent gegen viele Krankheiten. Rechtzeitig stützen und ausgeizen.

Wenn die Tomaten sich weiterhin so gut entwickeln, bekommen wir ein Platzproblem. Dadurch, dass wir die zuerst gesäten nach dem Keimen kühl gestellt haben, wachsen sie langsam und vergeilen trotz der frühen Aufzucht auch nicht. Inzwischen sind die meisten auch schon pikiert.

Champignonzucht, die zweite…

Die Pilze in unserem Hawlikpaket wachsen zwar, aber satt wird man davon nicht.

Und so kam es uns gerade recht, dass wir auf einem Ausflug zum Bodensee zufällig an einer Pilzzucht vorbeifuhren – die ebenfalls zufälligerweise auch Pilzzuchtsets verkauft. Diesmal haben wir uns für Steinchampignons entschieden. Die Kisten kosten gleich viel wie das Hawlikset, sind aber etwa doppelt so groß!

Zunächst tat sich nichts, doch nach ca. drei Wochen sah man an der Oberfläche das Mycel – so viel, dass wir schon dachten, die Erde schimmelt. Doch kurz darauf bildeten sich schon die ersten Knöllchen!

Und das ist mal eine Ernte, die so richtig Spaß macht! Gestern Abend gepflückt – heute früh etwa noch einmal dieselbe Menge. Und es wächst und wächst!

Ganz frisch und roh schmecken sie uns am besten :-)

Die Pilze sind bereits geschnitten, eingeschweißt und eingefroren :-)

Heute gesät

Mix bunter Auberginen (Manufactum): Keulenförmige, rundliche und längliche Sorten in verschiedenen Größen und Farben und seltenen Formen. Teilweise gestreift.

Aubergine “Tirrenia” (Chrestensen): Sehr früh, hphe Erträge, lange Erntezeit. Kompakter Wuchs, standfest. Rundovale Früchte, dunkelviolett, 450-600 g.

Von den Tomaten sind die meisten gekeimt, besonders keimstark waren die Manufactum-Samen. Die Chilies lassen sich noch ein wenig Zeit, hier zeigen sich erst drei Pflänzchen.

Erste Aussaat 07.02.2010

Tomaten:

De Berao (Manufactum): Bis 3 m hoch wachsende Baumtomate, feste Frucht, eiförmig, rot. Gut und mittelfrüh tragend. Relativ stabil gegen Braunfäule.

Bianca Cherry (Manufactum): Stabtomate, selten, creme-weiß, rund, hoher Zuckergehalt. Sehr widerstandsfähig gegen Braunfäule. Völlig platzfest. Frucht ca. 2 cm Durchmesser, Wuchshöhe ca. 2,80 m. Anbautipp: mehrtriebig am Spalier ziehen, damit höherer Ertrag.

Ribesoides / Johannisbeertomate (Manufactum): Stabtomate, Wuchshöhe über 2 m, intensiv und süß im Geschmack, saftig. Guter Ertrag. Sehr widerstandsfähig gegen Braunfäule. Frühe und langandauernde Ernte.

Cox Orange (Manufactum): Stabtomate, paprikaförmige mittelrote Früchte mit gelben Streifen. Mittelspät tragend, aber lang und reichlich. Unter Glas besonders hoher Ertrag. Milder Geschmack, wenig Säure.

Black Zebra (Manufactum): Stabtomate, aromatische Früchte, schwarz-grün gestreift. Sehr guter Geschmack. Kultur an überdachter Hauswand ideal (Schutz gegen Braunfäule), bedingt freilandgeeignet. Bei Wärme sehr ertragreich.

Chilies

Mexikanischer Chili “Pasilla” (Rühlemanns): Capsicum annuum, dunkelbrauner Soßen-Chili, 12-15 cm lang, 2-3 cm breit. Schärfe: 3-5.

Chili “Hidalgo” (Rühlemanns): Capsicum frutescens, dickfleischig, wärmeliebend, mittelscharf. Sehr reichtragend.

Chili “Cayenne” (Rühlemanns): Capsicum annuum, lange, rote Schoten. Schärfe: 8.

Chili “Jalapeno” (Rühlemanns): Capsicum annuum, Soßenchili, dickfleischig, 5-7 cm lang, 2-3 cm Durchmesser. Schärfe: 5,5.

Salat:

Babyleaf Salat Mix (Poetschke): Saatplatte 38 x 17 cm Pikant.

Die Aussaattöpfchen stehen jetzt in Minigewächshäusern auf der Fensterbank, einen Teil davon haben wir in sogenannten Root-Trainier-Töpfen ausgesät. Die Töpfe sind lang und schmal und darin sollen wohl besonders kräftige Pflanzen wachsen.

Pilz(an)zucht – leicht gemacht!

Gereizt hat es uns schon lange – eigene Pilze ziehen!

Kurz vor Weihnachten gab es dann bei Hawlik ein Sonderangebot zur Champignonanzucht. Im Garten haben wir zwar genug Platz, aber wir wollte es erst einmal mit etwas einfachem im Haus probieren. Da boten sich Champignon-Fertigkulturen einfach an.

Das große Kulturset, für das wir uns entschieden haben, wiegt etwa 7 bis 8 Kilo, der Ertrag soll bei etwa 25-35 % des Substratgewichtes liegen, d.h. er müßte bei etwa 3 Kilo liegen – in einem Zeitraum von 3-4 Monaten. Laut Anzuchtanleitung benötigen Champignons kühlen Platz im Haus oder Keller (etwa +10°C bis +20°C). Die Pilze sollen in “Wellen” wachsen mit Pausen von ca. 1-2 Wochen zwischen den Schüben.

Der Umgang mit dem Set ist denkbar einfach: Die Kultur ist vorgekeimt, sie wird nur mit der mitgelieferten Erde abgedeckt und feucht gehalten. Und dann heißt es warten.

Zuerst erscheinen auf der Erdschicht weiße Mycel-Fäden, die man auf dem Foto auch ganz gut erkennen kann. Und bereits nach drei Wochen wachsen tatsächlich die ersten Pilze!

Auch Lust auf eigene Pilze?

Hier findet man die Anzuchtanleitung für Champignons (PDF). Und bei Hawlik kann man auch einen Pilzzucht-Katalog anfordern :-)

Weitere Pilzbrutanbieter:

Literatur zum Thema gibt es auch – wir haben mit dem folgenden Buch angefangen:

Für die hobbymäßige Champignonanzucht ist es sicherlich nicht erforderlich. Es geht sehr ins Detail und ist zum einem großen Teil auch auf psychoaktive halluzinogene Pilze bezogen. Die Standardspeisepilze werden meiner Meinung nach nur unzureichend behandelt. Wer wissenschaftlich fundierte Informationen zur Pilzzucht sucht, ist mit dem Werk aber sicherlich gut bedient.

Weitere Bücher zum Thema: